Die Macherin
Hinter jeder Masche steckt Jessy.

Stricknadel rechts.Hundeleine links.
Hi, ich bin Ing. Jessy Pusch. Der Titel „Ingenieurin“ steht da nicht zum Angeben, sondern als Warnung: Ich bin pingelig. Meine Stricksucht lebe ich bei der Maschenbande aus – und zwar kompromisslos. Jede Naht muss sitzen, jedes Material wird auf Herz und Nieren geprüft. Wenn es nicht perfekt ist, wird es aufgetrennt. Punkt.
Aber mein Leben besteht nicht nur aus Wolle…
Tagsüber bin ich Hundetrainerin – mobil unterwegs in Niederösterreich, dem Burgenland & Wien. Da sorge ich für entspannte Leinenführigkeit statt Knoten in der Leine.
Und weil das noch nicht reicht: Ich bilde auch angehende Hundetrainer aus. Ob Hund oder Stricktier – es braucht Geduld, ein gutes Auge und ganz viel Herzblut.
Der Werdegang
Wie wird eine Chemie-Ingenieurin zur Strickerin?
Ganz einfach: Ing. Jessy Pusch hat Chemie an der HBLVA in Wien gelernt, 2019 ihren Ingenieur-Titel bekommen – und ihre Pingeligkeit irgendwann auf Wolle losgelassen. Heute strickt sie in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich Kuscheltiere, bei denen jede Masche sitzt.
HBLVA für chemische Industrie Wien
Fachrichtung Biochemie und Molekularbiologie. Klingt nach Laborkittel – war es auch. Genauigkeit gab’s hier nicht als Empfehlung, sondern als Pflicht.
2019: Der Ingenieur-Titel
Die Pingeligkeit bekommt ein Diplom. Offiziell beglaubigt: Diese Frau lässt nichts durchgehen, das nicht perfekt ist.
2023–2024: Hundetrainer-Ausbildung
An der Willenskraft Akademie macht Jessy ihre Ausbildung zur Hundetrainerin. Aus der Tierliebe wird ein zweiter Beruf.
Heute: Maschenbande + Cheftrainerin
Stricknadel und Hundeleine, beides im Anschlag: Kuscheltiere für die Maschenbande, Cheftrainerin der Hundeschule Willenskraft in Bruck an der Leitha.
Das Doppelleben
Was macht eine Hundetrainerin im Kuscheltier-Business?
Sie kennt Hunde von beiden Seiten: die echten beim Training, die wolligen am Stricktisch. Wer täglich mit Hunden arbeitet, weiß genau, wie eine Schnauze, ein Schlappohr oder ein schiefer Blick aussehen muss – und strickt das dann auch so.
Tagsüber: echte Hunde
Gewaltfreies Training mit positiver Verstärkung. Markertraining, Medical Training, Welpenschule, Dummytraining – mobil in Bruck an der Leitha, Wien, Niederösterreich & dem Nordburgenland. Mehr dazu bei der Hundeschule Willenskraft.
Abends: wollige Hunde
Dann übernimmt die Stricksucht. Rund 12 Stunden Handarbeit stecken allein in einem Otter. Jede Naht wird geprüft. Sitzt sie nicht, wird aufgetrennt. Punkt.
„Hunde sprechen, aber nur zu denen, die zuzuhören wissen.“ – Orhan Pamuk
Qualitätskontrolle
Warum ist Pingeligkeit hier ein Feature?
Weil ein Kuscheltier, das nach Bestellung von Hand gefertigt wird, keine Ausreden verdient. Bei der Maschenbande gilt der Jessy-Standard – und der kennt kein „fast perfekt“.
Der Jessy-Standard
- Jede Naht wird geprüft – sitzt sie nicht, wird aufgetrennt
- Materialien auf Herz und Nieren getestet
- Naturfasern statt Billig-Acryl: Merino, Alpaka, Mohair, Schafwolle
- „Passt schon“-Mentalität
Die Ingenieurin in mir trennt lieber dreimal auf, als einmal wegzuschauen.
Der rote Faden
Woher kommt die Tierliebe?
Tiere begleiten Jessy schon ihr halbes Leben – lange bevor die erste Masche fiel.
2009 macht sie ihr Westernreit-Abzeichen und lernt Horsemanship: lesen, was ein Tier sagt, bevor es laut werden muss. 2023 arbeitet sie ehrenamtlich im Tierheim Bruck an der Leitha – für die Hunde, die gerade niemand will.
Pferde, Tierheimhunde, Trainingshunde, Stricktiere: Der rote Faden zieht sich durch. Und bei der Maschenbande ist er aus Merino.

Sneak Peek
Was strickt Jessy als Nächstes?
Die Minis: handgestrickte Babykleidung und handgroße, babysichere Plüschtiere aus Cashmere. Noch nicht bestellbar – aber die Nadeln klappern schon.


Berufsgeheimnis
Vom Labor an die Nadeln
Was eine Chemie-Ingenieurin beim Stricken hilft? Mehr, als man denkt. Wolle ist am Ende Chemie zum Anfassen: Fasern, die auf Wärme, Feuchtigkeit und Reibung reagieren – und genau das muss man verstehen, bevor man ihnen ein Kuscheltier anvertraut.
Jessy hat an der HBLVA in Wien gelernt, präzise zu arbeiten: messen, prüfen, nicht schummeln. Diese Gründlichkeit steckt heute in jeder Masche – nur dass am Ende kein Laborprotokoll steht, sondern ein Otter mit Wuschelfell. Deshalb weiß sie auch, warum Extra-Fine Merino nicht kratzt und warum Billig-Acryl nach drei Wäschen aussieht wie ein nasser Schwamm. Wer es genau wissen will: Im Maschenwissen erklärt sie es Schritt für Schritt.
So arbeitet Jessy
Keine Serienproduktion, keine Abkürzungen – dafür drei Grundsätze, die in der Werkstatt an der Wand hängen könnten. Tun sie nicht. Sie stecken in den Händen.
Material zuerst
Auf die Nadeln kommt nur Garn, das Jessy selbst ans Gesicht halten würde: Merino, Alpaka, Mohair, Schafwolle. Was kratzt, riecht oder knistert, fliegt raus – egal wie günstig es wäre.
Ein Tier nach dem anderen
Jedes Bandenmitglied wird einzeln gestrickt, von der ersten bis zur letzten Masche. Beim Otter sind das rund 12 Stunden – Augen vernähen, Fell bürsten, fertig machen inklusive.
Ehrlich statt glattpoliert
Handarbeit hat eine Handschrift. Eine Masche, die minimal anders sitzt, ist kein Fehler – sie ist der Beweis, dass hier ein Mensch gestrickt hat und keine Maschine in Fernost.
Woran die Maschenbande glaubt
Drei Dinge, die hier nicht verhandelbar sind – auch wenn sie das Stricken langsamer und die Tiere teurer machen als das Zeug vom Wühltisch.
Qualität statt Masse
Lieber ein Tier, das Jahrzehnte hält, als zehn, die nach einem Jahr im Altkleidersack landen. Unikate altern nicht – sie bekommen Geschichte.
Naturfasern, wo es geht
Wolle von Schaf, Alpaka und Ziege statt Plastikflausch. Nur Augen und Näschen sind Kunststoff – aus Sicherheitsgründen, und das sagen wir auch dazu.
Ehrliche Preise
Rund 12 Stunden für einen Otter, dazu Garn, das seinen Namen verdient. Wer das auf den Preis umrechnet, merkt schnell: Hier verdient niemand goldene Nasen – hier wird fair gearbeitet.
Und wenn gerade nicht gestrickt wird? Dann steht Jessy auf dem Hundeplatz in Bruck an der Leitha – Geduld ist in beiden Berufen die halbe Miete.
Hinter den Kulissen
Von der Wolle zum Bandenmitglied
Zwischen Garnregal und fertig verpacktem Paket liegen viele Stunden und genau null Abkürzungen. So entsteht ein Tier der Maschenbande – Schritt für Schritt, Masche für Masche.
Garn auswählen
Welche Faser für welches Fell? Merino für alles, was weich sein muss, Mohair für den Flausch, Schafwolle für Stand und Struktur. Hier entscheidet sich schon, wie sich das fertige Tier anfühlen wird.
Stricken, stricken, stricken
Körper, Kopf, Ohren, Pfoten – jedes Teil einzeln, von Hand. Beim Otter kommen so rund 12 Stunden zusammen. Nebenbei läuft kein Fernseher, sondern Konzentration: Eine verzählte Reihe sieht man dem Tier später an.
Gesicht geben
Der heikelste Moment: Sicherheitsaugen setzen, Näschen formen, Schnauze vernähen. Ein Millimeter entscheidet zwischen treuherzig und beleidigt – deshalb wird hier so lange justiert, bis der Blick stimmt.
Bürsten, prüfen, verpacken
Fell aufbürsten, jede Naht kontrollieren, einmal kritisch anschauen – und erst wenn Jessy das Tier selbst behalten wollen würde, geht es versichert auf die Reise zu dir.
Klingt aufwendig? Ist es auch. Aber genau deshalb fühlt sich ein Bandenmitglied anders an als alles, was vom Fließband kommt – man merkt einem Tier die Stunden an, die jemand mit ihm verbracht hat, bevor es zu dir durfte.
Nachgefragt
Häufige Fragen zu Jessy
Wer strickt die Kuscheltiere der Maschenbande?
Alle Maschenbande-Kuscheltiere strickt Ing. Jessy Pusch persönlich von Hand – in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich. Keine Fabrik, kein Team, keine Maschine. Jedes Tier entsteht erst nach deiner Bestellung und ist ein Unikat.
Kann ich Jessy auch fürs Hundetraining buchen?
Ja! Jessy ist Cheftrainerin der Hundeschule Willenskraft in Bruck an der Leitha und mobil in Niederösterreich, dem Burgenland und Wien unterwegs. Gewaltfrei, mit positiver Verstärkung. Am schnellsten erreichst du sie per WhatsApp unter +43 664 3903673.
Wo werden die Kuscheltiere gefertigt?
In Bad Deutsch-Altenburg, Niederösterreich – komplett von Hand. Versendet wird versichert mit Post bzw. DHL nach Österreich und Deutschland, pauschal für 7 €.
Warum dauert Handarbeit so lange?
Weil allein in einem Otter rund 12 Stunden Handarbeit stecken – und Jessy jede Naht prüft, bevor etwas das Haus verlässt. Ein Wunschtier nach deinen Fotos braucht ca. 2–3 Wochen. Ein Standardtier ist in ca. 2 Wochen bei dir.
Genug über Jessy. Jetzt zu deinem Tier.
Pingelig gestrickt, ehrlich gemacht, garantiert ein Unikat. Such dir eins aus der Gang – oder lass dein eigenes Tier nachstricken.
Wenn es nicht perfekt ist, wird es aufgetrennt. Versprochen.
Echte Einblicke aus der Strickwerkstatt 📸
Frisch von den Nadeln, ohne Filter-Theater – schau der Maschenbande beim Entstehen zu.